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Es sind 1 Einträge in der 60. Woche vorhanden. 17.09.2007 - 23.09.2007

18:45:02 17.09.2007 Woche: 61

Völlerei in Trujillo - Anleitung zum Schlemmen

Die Woche in Trujillo war ziemlich kulinarisch geprägt und deshalb denke ich, es ist an der Zeit, mal ein paar Leckereien vorzustellen. Dass ich sie in Trujillo gegessen habe, heisst nicht, dass es regionale Spezialitäten sind; ich hab sie einfach da kennen gelernt.

Wie in Spanien werden auch in Trujillo churros gesehen. "churros" sind laut Wikipedia "Fettgebäck", aus Spanien kenne ich sie mit heisser Schokolade, aber hier - im Norden Perús - werden sie mit manjar blanco gefüllt gegessen, einer süssen Milchreme, die es mir ziemlich angetan hat und mit der man auch allerlei andere Leckereien bekommt.

Probiert habe ich auch endlich Cebiche. Das ist ein kaltes Gericht, typisch vor allem für die peruanische Küste, das aus rohen Fischstückchen und Limettensaft zubereitet wird; dazu gibt es eine ziemlich pikante Sauce und canchita, gerösteter Mais, der süchtig macht. Alejandro, Noras Freund, hat zuhause regelmässig canchita zubereitet und eine Tüte davon befindet sich nun auch unter meinem Reiseproviant - ich bin mitlerweile in Cajamarca angekommen.

Sehr zu empfehlen ist auch papa rellena, gebratene und u.a. mit Hackfleisch gefüllte Kartoffel, zu der man verschiedene Saucen bekommt.

Für Naschkatzen empfiehlt sich mazamorra, einem Nachtisch auf Maisbasis, und zwar auf der Basis von dunklem Mais. Ein süsses Gelee, das ich hier mit frischen Früchten und Milchreis gegessen habe. Herrlich!

Und dann ist da noch der Obstsalat, den wir zuhause selber gemacht haben, den es aber auch auf jedem Markt gibt und in speziellen Läden: viel frisches Obst, viel Joghurt (manchmal auch zwei Geschmäcker), oft auch Honig und immer noch "cereales" - diese Dinger, die wir in Deutschland als "Smacks" kennen und mit Milch essen, und anderes süsses Zeug, z.B. auch kleine trockene Kiwicha-Bällchen, werden sehr dekorativ über den Salat gestreut. Hm!!

Nicht unerwähnt lassen will ich auch hamburguesas, die rein gar nix mit den Hamburgern von McDonalds zu tun haben, weil sie hier in "hamburgueserías" frisch und selbst gemacht werden, mit frischem Salat und Tomate, Saucen nach Belieben und ein ganz anderes Volumen haben als das, was man beim Fast-food serviert bekommt. So eine hamburguesa simple kann schon ganz schön satt machen.

In dem kleinen Dorf Moche bei Trujillo haben wir ausserdem lokale Spezialitäten gegessen: cabrito, also Zicklein, das pikant gewürzt mit Reis und Bohnen (frijoles) serviert wird - und mit einem Stück yuca (Maniok), schmeckt warm ein bisschen wie heisse Maroni -, und sopa teóloga, was weder eine Suppe noch was theologisches ist, sondern Pute und Hühnchen auf einer Art Kartoffelpüree und einer Sauce aus Tomaten, Knoblauch, Brot ... was und wie genau alles, weiss ich nicht, aber es schmeckt ausgezeichnet.

So, Schluss für heute - ich hab jetzt Hunger ...

Letztes Mal editiert: Um 18:45:38 am 17.09.2007

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