23:36:28 21.08.2006 Woche: 4
Cheppy Berrday und andere Eigenheiten
Heute muss ich endlich mal was loswerden in Bezug auf das peruanische Englisch. Beziehungsweise die peruanische Art und Weise, Englisch auszusprechen. Und damit will ich mich über niemanden lustig machen, aber manchmal erfordert es schon einiges an Kreativität und mentalem Transkriptionsvermögen, ein eingestreutes englisches Wort zu verstehen. So überlegte ich eine Weile, was für ein präkolumbischer Kulturheros Makkgiwa sein könnte, als meine Familie über irgendeinen Cousin x-ten Grades und seine handwerklichen Fähigkeiten philosophierte; bis mir klar wurde, dass er offentlich aus einem Kaugummi und einem kaputten Bleistift eine Atombombe bauen kann und deshalb der MacGyver der Familie ist.
Einfach nur süss ist das schon erwähnte "Cheppy Berrday" und dann die dem Spanischen eigene Besonderheit, kein St- bzw. Sp- aussprechen zu können oder zu wollen. Mit anderen Worten, es kommt immer ein "E" davor ("Estalin"). Dass dem so ist, wusste ich zwar, aber als neulich in der Nacht ein Lied mit dem Text "Estreetfighter" durch die Strassen schallte und mir jemand eine Esprite einschenkte, war das doch recht komisch.
Es gab noch eine ganze Reihe anderer Begriffe, die mir grade entfallen sind.
Gestern, auf dem Geburtstag von Sofis Cousine (bzw. einer von vielen), kam das Thema irgendwann auf Mythen und Legenden und ein Onkel von Sofi sprach mich dann auf die Werke von BACHNER an, sehr nachdrücklich, sodass mir klar wurde, dass ich diesen Namen kennen musste - was allerdings erst einmal nicht der Fall war. Gott sei Dank erzählte der Onkel dann auch noch etwas von einem Ring und Nibelungen und so entfuhr mir in später Erkenntnis ein erleichtertes "Wagner!". Ich hätte nie gedacht, dass mich mal ein Peruano auf BACHNER ansprechen würde ...
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