ArchivEs sind 4 Einträge in der 28. Woche vorhanden. 04.02.2007 - 11.02.2007
14:26:14 08.02.2007 Woche: 29
Poquito a poco
Es geht tatsächlich ganz gut voran. Gestern habe ich im Prüfungsbüro festgestellt, dass die Leute dort tatsächlich auch sehr nett und hilfsbereit sein können und keinen Wert darauf legen, Studenten Schwierigkeiten zu machen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Ich habe die gewünschten Stempel unter meine Kursuntersicht gekriegt, obwohl ich eigentlich nicht nachweisen konnte, dass das alles wirklich stimmt (was es tut), weil ich ja als Happy Bachy keine Scheine mehr kriege, sondern alles im Computersystem vermerkt ist, der momentan aber lahmgelegt und somit nicht einsehbar ist. Dass sich das Prüfungsbüro an dieser Stelle Vertrauen in den Studenten erlaubt, finde ich mehr als sympathisch.
Nächsten Dienstag darf ich in die Spanischsprechstunde, in der ich schon einmal war, um mir meine Sachen fürs Auslandsbafög bestätigen zu lassen. Ein bisschen komisch wird das schon, wenn der arme Dozent mir das jetzt noch mal für den DAAD bestätigen muss, aber ich denke, ich kann ihm das schon erklären.
Fehlt nur noch das Gutachten, dann sind die Unterlagen komplett!
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18:15:54 06.02.2007 Woche: 29
... noch weiter ...
... und wenige Stunden später hab ich schon eine Antwort - Wahnsinn! Ist das wirklich unser Prüfungsbüro??
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12:17:01 06.02.2007 Woche: 29
Weiter geht's
Mail ans Prüfungsbüro ist raus, ob sie mir die Richtigkeit meiner Angaben bei den bisher absolvierten Kursen bestätigen können - der DAAD will ja alle Noten wissen. Mal sehen, wie lange das mit der Antwort dauert.
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00:29:15 06.02.2007 Woche: 29
Noch mal Glück gehabt! - Die Kehrtwendung
Ja, so kann das Leben spielen.
Da bin ich vorbildlich zu einem Spanisch-Dozenten meiner Uni gedackelt, damit der mir fürs Auslands-Bafög bestätigt, dass meine Sprachkenntnisse ausreichen.
Da hab ich meine Gastfamilie in Arequipa damit genervt, dass ich sie zur UNSA schicke, damit sie sich da ein Dokument ausfüllen lassen, was ich mit Stempel und Unterschrift im Original brauche und es mir zuschicken.
Da hab ich mit meinen Eltern Stunden über den verdammten Formularen gesessen, Emails geschrieben, mit meiner Mitstreiterin Nora über die kryptischen Anweisungen einzelner Formblätter gerätselt.
Da hab ich genau rechtzeitig die Post mit dem Schriebs aus Perú bekommen ...
Und was passiert dann?
Beim endgültigen Ausfüllen des Antrags - und mit dem guten Vorgefühl, ihn bald erledigt zu haben -, stolpere ich über eine Frage, google los und lande schließlich in einem Studi-Forum, in dem es auch um Bafög geht (kann ja hier Werbung machen: www.studis-online.de, habe ich eigentlich nicht ergoogelt, sondern kenne ich seit einiger Zeit über den recht guten Newsletter).
Und intuitiv schaue ich da nach etwas, was gar nicht Inhalt meiner Frage war.
Fakt ist nämlich: Meine Eltern haben auf Anraten der Bank Geld auf meinen Namen gespart - und mit dem und meinem eigenen Ersparten komme ich über den zulässigen Freibetrag von 5.200 €.
Da das ja sowieso nicht mein Geld ist, haben wir beschlossen, das auf ihren Namen umschreiben zu lassen. Sollte sowieso bald mal geschehen.
Fakt ist aber auch:
In dem Forum hatten jede Menge Studis dasselbe Problem und auch dieselbe Lösungsidee. Problem ist nur: Wenn man die Überschreibung nicht mindestens sechs Monate vor Antragsstellung vornimmt, glaubt das Bafög-Amt, man will es betrügen. Und dann flattert schnell mal ein Bußgeldbescheid ins Haus.
Was bleibt?
Die schnelle Entscheidung, es beim Auslands-Bafög lieber doch nicht zu probieren. Einzige andere Chance: Die Rückkehr zu Plan A, dem Auslandsstipendium des DAAD.
Das ist zwar auch recht aufwändig, letztlich aber angenehmerer Aufwand als der Formblattberg des Bafög-Amts.
Zudem habe ich mit einigen Sachen - wie der tabellarischen Aufstellung meiner bisher besuchten Lehrveranstaltungen - schon angefangen und einen Ordner mit den nötigen Dokumenten herunter geladen. Das Online-Antragsformular des DAAD ist nur vier Seiten lang und im Vergleich zu den Bafög-Fragen ein echtes Kinderspiel, im Handumdrehen ausgefüllt und ausgedruckt.
Dann handle ich schnell weiter:
Eine Mail raus an den Sprachdozenten, der mein Spanisch fürs Bafögamt dokumentiert hat. Der muss das Ganze jetzt noch mal machen, weil ich für den DAAD wieder ein anderes Formular brauche. Das ist mir etwas unangenehm, lässt sich aber mal nicht ändern.
Dann noch ne Mail raus an meinen Lieblingsprof, der für das nötige Gutachten am ehesten in Frage kommt.
Und rasch an Lebenslauf und den Studienplan, also eine Art Motivationsschreiben, gesetzt.
24 Stunden später habe ich übrigens schon die Antwort vom Prof: Ich kriege das Gutachten.
Die Zeit ist auf meiner Seite, denn die Bewerbungsfrist beim DAAD endet am 31. März. Gut nur, dass ich die Bafög-Bewerbung nicht bis zu den Semesterferien aufgeschoben und die Problematik erst dann bemerkt habe - denn dann wären alle Dozenten ausgeflogen und ich hätte keine Chance, noch schnell diese Alternativ-Bewerbung beim DAAD fertig zu machen ...
Ich glaube nicht, dass die mich nehmen.
Aber ich werd's zumindest versuchen!
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