12:00:19 19.12.2009 Woche: 178
Neue Lage - noch 58 Tage!
Und Deutschland gibt mir im Überfluss, was ich zwei Jahre lang nicht hatte: Schnee und Kälte! Es ist zwar sehr schön, wieder einmal Schneeflocken vor meinem Fenster tanzen zu sehen, oder das Geräusch vom knirschendem Schnee unter meinen Stiefeln zu spüren (Stiefel! Die letzten Stiefel, die ich getragen haben, waren blau, aus Gummi und sollten mich gegen die Wassermassen der Regenzeit Arequipas schützen!).
Andererseits ist es so beißend kalt, dass der Traum vom peruanischen Sommer mehr als verlockend erscheint. Vor allem dann, wenn man ungeschickt über vermutlich sauglatte Flächen stapft.
Vor ein paar Tagen dachte ich, vor meiner Haustür steht ein Rettungswagen mit blinkenden Lichtern. Als ich näherkam, war es aber doch nur die vielfarbige Lichterkette eines weihnachtlich dekorierten Fensters gegenüber. Ein wahres Déjà-vu. Ansonsten hebt sich die deutsche Weihnachtsdekoration erfreulicherweise von der peruanischen ab: weniger Disco, mehr Ruhe. Es gibt Stollen statt Panetón, und es gibt endlich wieder richtigen Glühwein, das Spazieren über Weihnachtsmärkte, unaufdringliche Vertrautheit, die gut tut.
Und irgendwo, zwischen Behaglichkeit und Bibbern, verkommt die Erinnerung an Weihnachten mit kurzen Ärmeln und Sonnenbrand, an Eisessen am 24. und Pazifikstrand zu Silvester zu einem fernen, fast unwirklichen Bild. Dann wird Perú einfach zu meiner zukünftigen Hoffnung auf stiefelfreie Zeit.
Stiefelfrei? Nun ja, wie man will: Wenn ich fliege, ist wieder Regenzeit.
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21:37:57 16.12.2009 Woche: 178
Neue Lage, noch 61 Tage!
Jaaaaaaaaaaa! Ihr lest richtig: Ich habe meinen Flug gebucht!
Am Valentinstag geht's los nach Madrid und von da gaaaaaaaaaanz früh am 15. Februar weiter nach Lima!
Von dort aus werde ich dann - natürlich! - nach Arequipa düsen, Rocoto Relleno essen, Pisco trinken, so viele Freunde wie möglich besuchen, zu Cumbia-Rhythmen abgehen, Combi fahren, den Misti bei Sonnenauf- und -untergang fotografieren, noch mehr Pisco trinken und sehr glücklich sein.
Außerdem werde ich wahrscheinlich auch eine Weile in Cuzco sein, um mich ein bisschen auf meine Masterarbeit vorzubereiten - es gibt dort ein tolles Schulprojekt namens Pukllasunchis (Quechua für: Wir werden spielen!).
Für alles das habe ich knapp sechs Wochen Zeit - am 31. März geht's wieder Richtung Heimat.
So, ich geh jetzt suchen, irgendwo müsste noch Sekt im Kühlschrank herumfahren ... Ich fliege nach Perú, ¡SALUD POR ESO!
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